Was ist ein Betriebsmittelkennzeichen?

Glossar Aktualisiert 20. September 2026 2 Min. Lesezeit Rowan Hamid

Ein Betriebsmittelkennzeichen ist die eindeutige Kennzeichnung eines Betriebsmittels in Schaltplänen, Verteilern und Anlagen, etwa einer Sicherung, eines Schützes oder einer Klemmenleiste. Die heutige Grundlage ist die Referenzkennzeichnung nach EN IEC 81346: Nach einer Erläuterung des Softwareherstellers EPLAN beschreibt sie ein Objekt über drei Aspekte, den Funktionsaspekt mit dem Vorzeichen „=", den Ortsaspekt mit „+" und den Produktaspekt mit „-". So bleibt ein Betriebsmittel über Stromlaufplan, Klemmenplan und Gerätebeschriftung hinweg eindeutig ansprechbar.

Ein Betriebsmittelkennzeichen in seine drei Aspekte zerlegt: Funktionsaspekt mit dem Vorzeichen Gleich, Ortsaspekt mit Plus und Produktaspekt mit Minus.
Die Vorzeichen trennen die Aspekte; welcher Kennbuchstabe für welche Objektklasse steht, regelt Teil 2 der Norm.

Ein Kennzeichen kann je nach Dokumentart alle drei Aspekte tragen oder nur einzelne; in vielen Plänen genügt der Produktaspekt. Welcher Kennbuchstabe für welche Objektklasse steht, regelt Teil 2 der Norm.

Das Betriebsmittelkennzeichen identifiziert ein einzelnes Objekt in der Anlage. Es ist weder die Typbezeichnung des Herstellers noch die Stromkreisnummer, auch wenn alle drei in Plänen nebeneinander stehen.

Schief geht es meist dann, wenn das Kennzeichnungssystem nur im Stromlaufplan gepflegt wird und Verteileraufkleber und Klemmenpläne eigene Logiken verwenden. Dann verliert die Kennzeichnung genau das, wofür sie da ist: die eindeutige Zuordnung zwischen Plan und Anlage.

Weiterführend

Quelle

  • EPLAN: Normgerecht strukturieren und referenzieren nach EN IEC 81346, https://www.eplan.com/de-de/blog/software/normgerecht-strukturieren-und-referenzieren (abgerufen am 25.08.2026)

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