Glossar
Was ist ein Betriebsmittelkennzeichen?
Ein Betriebsmittelkennzeichen ist die eindeutige Kennzeichnung eines Betriebsmittels in Schaltplänen, Verteilern und Anlagen, etwa einer Sicherung, eines Schützes oder einer Klemmenleiste. Die heutige Grundlage ist die Referenzkennzeichnung nach EN IEC 81346: Nach einer Erläuterung des Softwareherstellers EPLAN beschreibt sie ein Objekt über drei Aspekte, den Funktionsaspekt mit dem Vorzeichen „=", den Ortsaspekt mit „+" und den Produktaspekt mit „-". So bleibt ein Betriebsmittel über Stromlaufplan, Klemmenplan und Gerätebeschriftung hinweg eindeutig ansprechbar.
Je nach Dokumentart wird ein Kennzeichen aus allen oder nur aus einzelnen Aspekten aufgebaut; in der Praxis genügt in vielen Plänen der Produktaspekt. Welcher Kennbuchstabe dabei für welche Objektklasse steht, regelt Teil 2 der Norm.
Zur Abgrenzung: Das Betriebsmittelkennzeichen identifiziert ein einzelnes Objekt in der Anlage. Es ist weder die Typbezeichnung des Herstellers noch die Stromkreisnummer, auch wenn alle drei in Plänen nebeneinander stehen.
Ein typischer Fehler ist ein Kennzeichnungssystem, das nur im Stromlaufplan gepflegt wird, während Verteileraufkleber und Klemmenpläne eigene Logiken verwenden. Dann verliert die Kennzeichnung genau das, wofür sie da ist: die eindeutige Zuordnung zwischen Plan und Anlage.
Weiterführend
Quelle
- EPLAN: Normgerecht strukturieren und referenzieren nach EN IEC 81346, https://www.eplan.com/de-de/blog/software/normgerecht-strukturieren-und-referenzieren (abgerufen am 25.08.2026)
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