Glossar
Was ist IDS (Information Delivery Specification)?
IDS (Information Delivery Specification) ist ein Format von buildingSMART, mit dem sich Informationsanforderungen an IFC-Modelle maschinenlesbar beschreiben lassen: etwa welche Bauteilklassen welche Eigenschaften, Werte oder Klassifizierungen tragen müssen. Prüfsoftware kann ein IFC-Modell automatisch gegen eine IDS-Datei prüfen und Abweichungen auflisten. IDS ergänzt damit menschenlesbare Anforderungsdokumente wie die AIA um eine Form, die sich ohne Interpretationsspielraum auswerten lässt.
Der Nutzen liegt in der Wiederholbarkeit: Eine Anforderung wie „jede Leuchte trägt eine IFC-Klassifizierung und eine Leistungsangabe" wird nicht je Projekt neu formuliert und von Hand kontrolliert, sondern einmal beschrieben und bei jedem Modellstand automatisch geprüft.
Zur Abgrenzung: IDS prüft Informationen, keine Geometrie. Kollisionsprüfung und geometrische Modellqualität bleiben eigene Prüfungen mit eigenen Werkzeugen. Und eine IDS-Datei ist nur so gut wie die Anforderungen dahinter; unpräzise Vorgaben werden durch das Format nicht besser.
In der Praxis kommt IDS deshalb dort zum Zug, wo Anforderungen ohnehin je Bauteilklasse definiert sind: bei Auftraggeber-Vorgaben und bei Bibliotheksstandards eines Büros. In BimWired gehört ein IDS-Export (buildingSMART IDS 1.0) zur Qualitätssicherung der Familienbibliothek; die Datei lässt sich in Prüfsoftware wie Solibri verwenden.
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