Glossar

Was sind AIA und BAP?

25. August 2026 2 Min. Lesezeit Rowan Hamid

AIA (Auftraggeber-Informationsanforderungen) legen in einem BIM-Projekt fest, welche Informationen der Auftraggeber zu welchem Zeitpunkt, in welcher Form und in welcher Tiefe erhalten will. Der BAP (BIM-Abwicklungsplan) ist die Antwort der Auftragnehmerseite: Nach einem Fachartikel von Build-Ing. zur DIN EN ISO 19650 ist er der Bericht, der die Vorgehensweise bei der Umsetzung der geforderten Anforderungen des Auftraggebers beschreibt. Die AIA entstehen demnach aus den übergeordneten Informationsanforderungen OIR, AIR und PIR.

Praktisch heißt das: Die AIA stehen auf der Ausschreibungs- und Vertragsseite (was verlangt wird), der BAP auf der Angebots- und Projektseite (wie es geliefert wird); im Projektverlauf wird der BAP fortgeschrieben. Für Infrastrukturprojekte des Bundes existiert mit dem Leitfaden BIM4INFRA2020 (Teil 2, April 2019) ein frei abrufbares amtliches Muster für den Aufbau von AIA.

Ein typischer Fehler ist, AIA aus fremden Projekten unverändert zu übernehmen: Dann stehen Anforderungen im Vertrag, die niemand prüft oder braucht. Gute AIA nennen prüfbare Anforderungen, etwa Klassifizierung und Pflichtparameter je Bauteilklasse; genau an dieser Stelle berühren sie die Familienbibliothek eines Büros, denn dort werden diese Daten gepflegt.

Weiterführend

Quellen

  • Build-Ing.: Informationsanforderungen gemäß DIN EN ISO 19650, https://www.build-ing.de/fachartikel/detail/informationsanforderungen-gemaess-dineniso19650/ (abgerufen am 25.08.2026)
  • BIM4INFRA2020, Teil 2: Leitfaden und Muster für Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA), https://www.bimdeutschland.de/fileadmin/media/Downloads/Download-Liste/BIM4INFRA/3_2_BIM4INFRA2020_AP4_Teil2.pdf (abgerufen am 25.08.2026)

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