Was sind AIA und BAP?

Glossar Aktualisiert 3. September 2026 2 Min. Lesezeit Rowan Hamid

AIA (Auftraggeber-Informationsanforderungen) legen in einem BIM-Projekt fest, welche Informationen der Auftraggeber zu welchem Zeitpunkt, in welcher Form und in welcher Tiefe erhalten will. Der BAP (BIM-Abwicklungsplan) ist die Antwort der Auftragnehmerseite: Nach einem Fachartikel von Build-Ing. zur DIN EN ISO 19650 ist er der Bericht, der die Vorgehensweise bei der Umsetzung der geforderten Anforderungen des Auftraggebers beschreibt. Die AIA entstehen demnach aus den übergeordneten Informationsanforderungen OIR, AIR und PIR.

Die AIA stehen also auf der Ausschreibungs- und Vertragsseite und sagen, was verlangt wird; der BAP steht auf der Angebots- und Projektseite und sagt, wie es geliefert wird. Im Projektverlauf wird der BAP fortgeschrieben. Für Infrastrukturprojekte des Bundes gibt es mit dem Leitfaden BIM4INFRA2020 (Teil 2, April 2019) ein frei abrufbares amtliches Muster für den Aufbau von AIA.

Ein häufiger Fehler: AIA aus einem fremden Projekt unverändert übernehmen. Dann stehen Anforderungen im Vertrag, die niemand prüft und niemand braucht. Brauchbare AIA nennen prüfbare Anforderungen, etwa Klassifizierung und Pflichtparameter je Bauteilklasse. An dieser Stelle berühren sie die Familienbibliothek eines Büros, denn dort werden diese Daten gepflegt.

Weiterführend

Quellen

  • Build-Ing.: Informationsanforderungen gemäß DIN EN ISO 19650, https://www.build-ing.de/fachartikel/detail/informationsanforderungen-gemaess-dineniso19650/ (abgerufen am 25.08.2026)
  • BIM4INFRA2020, Teil 2: Leitfaden und Muster für Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA), https://www.bimdeutschland.de/fileadmin/media/Downloads/Download-Liste/BIM4INFRA/3_2_BIM4INFRA2020_AP4_Teil2.pdf (abgerufen am 25.08.2026)

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